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E-Mail an Frau Merkel

24. Oktober 2007

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Vom IFAW Deutschland erreichte mich heute folgende E-Mail:

Lieber Tierfreund, Liebe Tierfreundin,

genau ein Jahr ist vergangen, seitdem der Deutscher Bundestag am 19. Oktober 2006 geschlossen für ein nationales Handelsverbot für alle Robbenprodukte gestimmt hat. Das Parlament beauftragte die Bundesregierung ein Gesetz zu erlassen, das die Ein- und Ausfuhr von Robbenprodukten auf dem deutschen Markt grundsätzlich verbietet. Darüber hinaus forderte der Bundestag die Regierung auf, sich auch auf EU-Ebene für ein europaweites Handelsverbot stark zu machen.

Genau ein Jahr ist vergangen – und nichts ist bisher umgesetzt. Und das, obwohl Bundesminister Horst Seehofer im März 2007 öffentlich verkündete, nun zügig ein nationales Handelsverbot einführen zu wollen, da mit einer EU-Entscheidung in absehbarer Zeit nicht zu rechnen sei.

Kostbare Zeit vergeht. Zeit, die die Robben nicht haben, denn das Schlachten auf dem Eis geht im nächsten Frühjahr weiter.

Appellieren Sie an die Veranwortung der Bundesregierung!

Offenbar blockieren wirtschaftliche Interessen gegenüber dem Handelspartner Kanada nun die Gesetzgebung. Horst Seehofer hat in einem Brief an den IFAW bestätigt, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel zunächst ein Gutachten der EU-Kommission abwarten will. Offensichtlich schiebt die Bundesregierung die Verantwortung nun wieder der EU zu. Ein Gesetzgebungsverfahren in der EU würde voraussichtlich Jahre dauern.

Einzig nationale Gesetze möglichst vieler EU-Mitgliedsstaaten können den Handel eindämmen und schließlich auch ein EU-weites Verbot herbeiführen. Daher sollte Deutschland dem Beispiel Belgiens und der Niederlande folgen, die in diesem Jahr nationale Handelsverbote eingeführt haben. Wie bedrohlich diese europäischen Initiativen für Kanadas Robbenjäger offenbar sind, zeigt die Tatsache, dass die kanadische Regierung massive diplomatische Anstrengungen unternimmt, um die Handelsverbote in diesen Ländern wieder zu kippen.

Solange die Bundesregierung den Handel mit Robbenprodukten erlaubt, macht sie sich mitschuldig am jährlichen Robbenschlachten.

Fordern Sie Frau Merkel auf, ein Handelsverbot sofort umzusetzen!

Es braucht wohl mehr Stimmen als die des Bundestags, um unsere Regierung zum Handeln zu bewegen. Daher bitten wir Sie um Unterstützung: Bitte senden Sie eine E-Mail an Angela Merkel. Erinnern Sie die Bundeskanzlerin an ihre Verpflichtung gegenüber dem Bundestag, der gewählten Interessenvertretung des Volkes.

Die Robben brauchen Ihre Stimme!

Quelle: IFAW Deutschland

Ich möchte euch ganz herzlich um zahlreiche Beteiligung an der Aktion bitten. Wir sehen schon viel zu lange zu!

Dieses Video zu dem Thema hatte ich bereits vor einige Zeit erstellt. Keine Sorge, es enhält KEINE Bilder des grausamen Gemetzels – darauf habe ich ganz bewusst verzichtet. Ich hoffe, die Botschaft kommt trotzdem an…

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